Heizöl versorgt 20 Millionen Menschen in Deutschland mit Wärme

Rund ein Viertel aller Deutschen heizt mit Heizöl. Vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern im ländlichen Raum sind Ölheizungen verbreitet. Technisch und finanziell sinnvolle Alternativen stehen hier oft nicht zur Verfügung.

Die Versorgung in den größtenteils ländlichen Gegenden stellen die bundesweit rund 2.000 mittelständischen Mineralölhändler sicher. Aufwändige Leitungsnetze und große zentrale Speicher braucht es dafür nicht – sein Heizöl bevorratet jeder Ölheizungsbesitzer selbst im eigenen Tank. Für viele Hausbesitzer ist genau das einer der wichtigsten Vorteile ihrer Heizung: Unabhängigkeit, also die Möglichkeit, Lieferant, Lieferzeitpunkt und Liefermenge selbst bestimmen zu können. Daneben schätzen Ölheizer vor allem die Zuverlässigkeit und Sicherheit ihres Heizsystems.

Interessanter Fakt: Die privaten Tankkapazitäten der Ölheizungsbesitzer in Deutschland zählen zu den größten weltweit. Das große Lagervolumen zahlt sich aus, denn je größer die Liefermenge – auch durch Sammelbestellungen – desto niedriger der Literpreis.

Heizöl passt zur Energiewende

Die Pläne der Bundesregierung zu unserer künftigen Energieversorgung zielen darauf ab, Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen. Ölheizungsbesitzer sind hier auf einem guten Weg: Mit moderner Brennwerttechnik setzen Sie auf ein Heizsystem, das hocheffizient und ideal mit erneuerbaren Energien  kombinierbar ist. Und durch die künftige Verwendung neuer synthetischer Brennstoffe bietet die Ölheizung langfrisitig sogar eine klimaneutrale Perspektive. 

In den letzten 20 Jahren hat sich der Heizölverbrauch in Deutschland mehr als halbiert, obwohl die Anzahl der Ölheizungen in diesem Zeitraum nahezu gleich geblieben ist.

Effizienzsteigerung als wichtiger Beitrag

In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Heizölverbrauch in Deutschland mehr als halbiert, obwohl die Anzahl der Ölheizungen in diesem Zeitraum nahezu gleich geblieben ist.

Das liegt unter anderem an den vielen Ölheizungsbesitzern, die ihre Heizung auf effiziente Brennwerttechnik umgestellt haben und zunehmend erneuerbare Energien in ihre Wärmeversorgung einbinden. Ohne hochwertiges, schwefelarmes Heizöl mit reinigenden Additiven wäre das nicht denkbar gewesen. Ein weitere Grund für diese Entwicklung ist die zunehmende Wärmedämmung bei bestehenden und neuen Gebäuden.

 

 

Brennwerttechnik spart Heizöl und tonnenweise Treibhausgase

Brennwerttechnik macht das Heizen umweltschonender und deutlich effizienter, weil sie auch die im Abgas gebundene Wärme nutzt. Das sorgt für eine fast 100-prozentige Effizienz und einen stark verringerten Heizölverbrauch. Beispielsweise 2017 wurden laut Absatzstatistik der Heizungsindustrie rund 478.000 Gas- und Ölheizungen auf Brennwerttechnik modernisiert. Nach Berechnungen des Dresdener ITG-Instituts und des IWO führte allein das zu verminderten CO2-Emissionen im Umfang von etwa 763.000 Tonnen pro Jahr. 

Die Mineralölwirtschaft hat speziell für den Einsatz in Öl-Brennwertheizungen schwefelarmes Heizöl entwickelt. Seit 2011 hat es sich mit einem Marktanteil von mehr als 99 Prozent als gängiges Heizöl durchgesetzt und trägt so ebenfalls zu höherer Umweltverträglichkeit bei.

Ideale Basis für erneuerbare Energien

Effiziente Öl-Brennwerttechnik ist der erste Schritt in die Energiewende. Der zweite Schritt heißt  Hybridheizung: Das bedeutet, verschiedener Energiequellen in einem Wärmesystem zu nutzen. Schon heute setzen mehr als 50 Prozent der Ölheizungsbesitzer ergänzend auf Wärme aus thermischen Solaranlagen oder Kaminöfen.

Zunehmend in den Fokus rückt Strom aus erneuerbaren Energien. Mit Power-to-Heat („Strom zu Wärme“) kann dieser erneuerbare Strom für die Wärmeversorgung von Häusern genutzt werden. Die Ölheizung ist als Basis bestens geeignet, da sie leitungsunabhängig und zuverlässig die Wärmeversorgung übernimmt, wenn Sonne, Wind und Co. nicht ausreichend Energie liefern können. 

Hybridheizungen nutzen Heizöl, Sonnenwärme, Holz, usw. als Energiequellen
In Hybridheizungen wird Wärme aus unterschiedlichsten Energiequellen in einem zentralen Speicher gesammelt.

Forschung für klimaneutrale Brennstoffe

Flüssige Energieträger haben viele Vorteile: Sie sind gut speicherbar und leicht zu transportieren, sie haben eine hohe Energiedichte und verfügen über eine hervorragende Infrastruktur. Um diese Vorteile auch langfristig in der Energieversorgung nutzen zu können, wird an der Herstellung treibhausgasreduzierter flüssiger Kraft- und Brennstoffe geforscht.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, dass sie in heute verfügbarer Technik ohne aufwändige Umrüstungen einsetzbar sein sollen. Das erhöht die Chance auf eine breite Akzeptanz der Energiewende: Klimaschutz wird möglich, ohne Versorgungswege und Anwendungstechnik kostenintensiv umbauen zu müssen.

Für E-Fuels und andere synthetische flüssige Energieträger trifft das zu: Sie sind vielfältig einsetzbar, etwa in Flugzeugen, Schiffen sowie im PKW-Bestand – und in den rund 5,6 Millionen Ölheizungen in Deutschland.