Die Mineralölwirtschaft empfiehlt Umstellung auf klimafreundliche Kraft- und Brennstoffe

Die Mineralölwirtschaft beteiligt sich am Klimaschutz. Ihr Lösungsansatz: Ein Übergang zu treibhausgasärmeren und perspektivisch treibhausgasneutralen flüssigen Energieträgern. 

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen drastisch reduziert werden – darüber besteht breiter Konsens. Strittig ist hingegen der Weg dorthin. Die Mineralölwirtschaft setzt sich für einen Übergang zur Herstellung klimaneutraler Kraft- und Brennstoffe ein, die heutige auf Öl basierende Produkte langfristig ersetzen können. 

Auch die Produktion in den Raffinerien soll so klimafreundlich wie möglich erfolgen. So sollen die Einsatzstoffe zunehmend Anteile aus erneuerbaren Energien enthalten. Wie ernst es der europäischen Mineralölwirtschaft damit ist, lässt sich daran erkennen, dass sie im Mai 2018 den Wirtschafts- und Energieministern der EU einen entsprechenden Plan unter dem Titel „Vision 2050“ vorgestellt hat. 

In Deutschland gibt es bereits erste Schritte auf dem Weg zu einer treibhausgasärmeren Raffinerie-Produktion: So ist etwa in der Rheinland-Raffinerie die weltweit größte Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage in Planung, in der aus erneuerbarem Strom und Wasser Wasserstoff gewonnen werden soll. Dieser „grüne“ Wasserstoff kommt zunächst im konventionellen Raffinerieprozess zum Einsatz, eignet sich aber künftig auch als Rohstoff für die Herstellung von klimaneutralen synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels). 

Die Anstrengungen der Mineralölwirtschaft basieren auf der Tatsache, dass flüssige Energieträger allein aufgrund ihrer hohen Energiedichte im Straßengüter-, Schiffs- und Luftverkehr praktisch nicht zu ersetzen sind. Um die CO2-Emissionen in diesen Sektoren dauerhaft zu senken, ist der Einsatz treibhausgasarmer Kraft- und Brennstoffe unerlässlich. 

Der Clou: Die spezifischen Vorteile von Benzin, Diesel, Heizöl und weiteren Mineralölprodukten für Wirtschaft und Verbraucher bleiben erhalten, wenn diese künftig „grün“ werden.