Ölreserven auf Rekordniveau

Die Versorgung mit Erdöl ist dauerhaft sicher – zumindest werden die Vorkommen deutlich länger halten als wir sie voraussichtlich benötigen. Das belegen aktuelle Zahlen aus der „Energiestudie 2017“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). So liegen die weltweiten Ölreserven bei rund 241 Milliarden Tonnen und befinden sich damit weiterhin auf Rekordniveau. Diese Zahl umfasst die mit heutiger Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Erdölmengen. 

Allein diese Reserven reichen für mehr als 50 Jahre, wenn der jährliche weltweite Ölverbrauch von 4,38 Milliarden Tonnen als Grundlage genommen wird. Hinzu kommen weitere Ölressourcen im Umfang von rund 448 Milliarden Tonnen. Die Ölressourcen sind nachgewiesene oder geologisch mögliche Vorkommen, die zwar bekannt sind, aber entweder mit heutiger Technik noch nicht gefördert werden können, oder die Förderung beim gegenwärtigen Rohölpreis nicht wirtschaftlich ist. Die vorhandenen Ölvorräte in Deutschland entsprechen einer gespeicherten Energiemenge von 356,1 Terrawattstunden und damit der Energiemenge, die in der gesamten Bundesrepublik über ein halbes Jahr lang als Strom erzeugt wird. 

Unabhängig von den umfangreichen globalen Ölreserven ist aus Sicht der Mineralölwirtschaft ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Rohstoff nötig. Effiziente Anwendungstechnologien sowie die Kombination mit erneuerbaren Energien tragen bereits heute dazu bei, den Mineralölverbrauch zu senken. Und an möglichen Alternativen wird intensiv geforscht: Langfristig sollen synthetisch hergestellte, treibhausgasreduzierte flüssige Energieträger eingesetzt werden. Damit bietet sich den heutigen Techniken wie Verbrennungsmotoren und Öl-Brennwertheizungen eine klimaneutrale Perspektive.