Moderne Motorenöle sparen CO2

Eine aktuelle Studie zeigt: Modernen Schmierstoffe leisten einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz in der EU. Sie sorgen im Straßenverkehr für eine CO2-Reduktion von zwei bis vier Prozent.

Moderne Motorenöle verbessern den mechanischen Wirkungsgrad von Motoren, indem sie für verringerte Reibung sorgen. Somit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen, einschließlich CO2-Emissionen. Denn: Je weniger Reibung im Motor entsteht, desto weniger Kraftstoff wird zur Erzeugung der Fahrleistung benötigt – und mit weniger Verbrauch reduzieren sich auch die Emissionen.

ATIEL, der Verband der in Europa aktiven Schmierstoffhersteller und -anbieter, hat nun in einer Studie den Einfluss von Motorenölen auf die Emissionen im Transportsektor untersucht. Das beauftragte Ingenieurs- und Umweltberatungsinstitut Ricardo aus Großbritannien hat dazu auf Basis der in Europa üblichen Fahrleistungen von Fahrzeugflotten (PKW, Busse, LKW) mit den angebotenen Motoren und Fahrzeugmodellen ermittelt, dass die unmittelbaren Vorteile der Motorenöle für CO2-Einsparungen von 1,2 bis 3,9 Mio Tonnen pro Jahr für 2020 sorgen und weitere Reduzierungen von 0,9 bis 2,7 Mio Tonnen CO2 pro Jahr bis 2030 errechnet.

Werden die indirekten Einflüsse, also die Veränderung der Fahrzeuge hin zu effektiveren Abgasreinigungs-Systemen usw. mit einbezogen, dann werden die Einsparungen sogar mit 17,8 bis  33,4 Mio Tonnen CO2 pro Jahr für 2020 und weiteren sechs bis neun Mio. Tonnen jährlich für die folgende Zeit bis 2030 beziffert.

Viele Entwicklungen moderner Motorentechnik, beispielsweise das sogenannte Downsizing oder die Verwendung von Katalysatoren, wären ohne die entsprechenden Entwicklungen bei der Motorenöltechnologie nicht möglich gewesen. Selbst bei den teilweise gegenläufigen technischen Herausforderungen, etwa immer kleinere Motorenölvolumina bei immer längeren Wechselintervallen,  bieten moderne Motorenöle die gleiche Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit.