Bio-Schmierstoffe für mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit setzt sich auch in Bereichen durch, in denen man es zunächst vielleicht gar nicht vermuten würde: Neben den Massen-Mineralölprodukten wie Benzin, Diesel und Heizöl wird auch für Schmierstoffe nach ressourcen- und umweltschonenden Alternativen gesucht.

Im Fokus stehen sogenannte Bio-Schmierstoffe, wobei der Begriff Bio-Schmierstoff nicht geschützt ist. Er wird derzeit für solche Produkte verwendet, die aus nachwachsenden Rohstoffen, beispielsweise aus Raps hergestellt werden oder für Schmierstoffe die besonders schnell biologisch abbaubar sind – also zu mehr als 60 Prozent innerhalb von 28 Tagen. Einen noch stärkeren Zuwachs als die „fertigen“ Bio-Schmierstoffe verzeichnet der Einsatz von Schmierstoffkomponenten, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Durch moderne Verfahren werden daraus hochwertige und sehr reine Grundöle und Schmierstoffzusätze, die Produkte aus fossilen Rohstoffen sukzessive ersetzen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten in Sachen Leistungsvermögen, Anwendungsfelder und Lebensdauer, haben sich die Bio-Schmierstoffe inzwischen zu voll etablierten und gleichwertigen Produkten für eine Vielzahl von Anwendungen gemausert. Neben den umweltsensiblen Bereichen wie Wald- und Forstwirtschaft sind viele zusätzliche Einsatzgebiete, unter anderem in Industrie und Marine dazugekommen.

Das Marktpotential für Bio-Schmierstoffe wird von Anwendern und Herstellern gleichermaßen positiv eingeschätzt. Mit der Neufassung der Vergabekriterien für Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder dem EU-Ecolabel können auch Bio-Schmierstoffe solche etablierten Label bekommen, was ihren Marktanteil sicherlich positiv beeinflussen wird.

Die Verbreitung von Schmierstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe und damit mehr Nachhaltigkeit beim Betrieb von Maschinen und Anlagen – einer von vielen Beiträgen der  Mineralölindustrie um ihren „carbon footprint“ zu verkleinern.