Asphaltstraßen sorgen für Mobilität und Energieeffizienz

Je ebener der Straßenbelag umso geringer der Energieverbrauch der Fahrzeuge. Auch der Erhalt des Straßennetzes begünstigt effizientes Fahren.

In unserer Gesellschaft spielt individuelle Mobilität eine wichtige Rolle: Sich jederzeit in sein eigenes Auto zu setzen und unabhängig von Fahrplänen oder Wetter zu jedem beliebigen Ort zu gelangen ist für viele von uns eine Selbstverständlichkeit, auf den wir ungern verzichten möchten. Ebenso, wie wir es gewohnt sind, dass Güter und Waren auf unseren Straßen flexibel und sicher von A nach B transportiert werden können. Gleichzeitig wollen wir aber auch Sprit sparen um etwas für die Umwelt oder wenigstens das eigene Portmonee zu tun. Dass dabei auch unsere Straßen einen Einfluss haben, wissen wohl die wenigsten.

Aber Fakt ist: Bitumenhaltiger Asphalt im Straßenbau beeinflusst erheblich den Energieaufwand, der erforderlich ist, um ein Fahrzeug auf der Straße zu bewegen. Mehrere Faktoren spielen eine Rolle, u.a. Rollwiderstand, Griffigkeit und Straßenzustand.

Rollwiderstand beeinflusst Energieeffizienz

Je geringer der Rollwiderstand eines Straßenbelags ist, desto energieeffizienter lässt sich ein  Fahrzeug darauf bewegen. Generell bevorzugen Straßennutzer sehr ebene Fahrbahnoberflächen, auf denen sich einfacher und komfortabler fahren lässt, als auf rauen, holprigen Straßen. Zudem generieren ebene Fahrbahnoberflächen weniger Geräusche.

Hohe Ebenheit bedeutet aber auch, dass die Reibung zwischen der Straßenoberfläche und dem Fahrzeug gering ist. Das wiederum kann die Griffigkeit, vor allem bei Feuchtigkeit, beeinträchtigen. Diese Faktoren in ein gutes Gleichgewicht zu bringen, ist Gegenstand kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Ein interessantes Beispiel war vor einigen Jahren das COOEE-Projekt in Dänemark. Dabei ist es gelungen, einen speziellen Straßenbelag zu entwickeln, der auch bei Niederschlägen hohe Griffigkeit gewährleistet, gleichzeitig geringe Fahrgeräusche verursacht und einen geringen Rollwiderstand aufweist. Im Rahmen der Tests konnte zudem der Kraftstoffverbrauch um durchschnittlich vier Prozent gesenkt werden.

Außerdem wichtig: Zustand der Straße

Ist der optimale Straßenbelag gefunden und verbaut, kommt die Erhaltung der Straßen ins Spiel. Denn nur wenn keine Schlaglöcher oder sonstige Schäden vorhanden sind, ist spritsparendes fahren ohne ständiges abbremsen und beschleunigen möglich.

Ein weiterer positiver Effekt gut erhaltener Straßen: Es gibt weniger Schäden an Reifen und Fahrzeugteilen. Das reduziert die energieintensive Produktion von Ersatzteilen. Die Investition in den Erhalt des Straßennetzes zahlt sich also in mehrfacher Hinsicht auf die Energiebilanz aus.