Gut geölt spart es sich besser

Durch den Einsatz besserer Schmierstoffe ließen sich 670.000 Tonnen Kraftstoff pro Jahr einsparen. Füllt man diese Menge in Eisenbahnkesselwagen, ergibt sich ein Zug mit 9.500 Wagons und einer Länge von mehr als 152 km.

Der Energiebedarf ist in Deutschland seit Beginn der 1990er Jahre laut Umweltbundesamt in einigen Sektoren deutlich gesunken, etwa im Industriesektor. Aber was hat das mit Schmierstoffen zu tun? Einiges: Denn moderne Schmierstoffe tragen wesentlich dazu bei, den Energieverbrauch zu reduzieren. Mit anderen Worten: Je besser ein Motor geschmiert ist, umso weniger Energie wird benötigt, um ihn am Laufen zu halten. 

Schmierung und Energieeffizienz 

Schmierstoffe sind beim Betrieb moderner Maschinen unersetzlich. Sie gewährleisten Lebensdauer und Leistungsfähigkeit von Aggregaten und erfüllen ein umfangreiches Anforderungsprofil zur Vermeidung von Reibung, Verschleiß und Korrosion. Und um den Nutzen und den Wirkungsgrad von Motoren und Maschinen weiter zu verbessern, arbeiten zahlreiche große und mittelständische Unternehmen kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Schmierstoffe. Eine der nützlichsten Eigenschaften ist die Verbesserung des Reibverhaltens – und hierin liegt das größte Potenzial zur Reduzierung des Energieverbrauchs. 

Am Auffälligsten ist dieser Effekt bei Motorenölen, wo durch Einsatz sogenannter Leichtlauföle (FE-Öle, Fuel Economy) bei sonst unverändertem Fahrzeug eine merkliche Kraftstoffersparnis erzielt wird. Da die überwiegende Zahl der Motoren und auch der Industrieantriebe aber noch mit konventionellen Ölen betrieben werden, liegt ein sehr großes Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz noch brach.

Im energieintensiven Industriesektor werden jährlich rund 180 Terrawattstunden (TWh) für den Antrieb von Maschinen etc. verbraucht und der Verkehrssektor benötigt rund 730 TWh im Jahr. Zusammen ergeben sich so rund 900 TWh Energiebedarf für den Betrieb von Motoren und Maschinen. Durch den flächendeckenden Einsatz hochmoderner Leichtlauföle ließe sich bei schätzungsweise 90 Prozent der Anlagen und Motoren eine Energieeinsparung von rund einem Prozent erzielen. Das ergibt ein Einsparpotenzial von etwa 8 TWh im Jahr – oder 670.000 Tonnen Benzin oder Diesel – oder rund 2 Millionen Tonnen CO2, die durch die Verwendung besserer Schmierstoffe pro Jahr eingespart werden könnten.

Solche Zahlen sind keine Kleinigkeit. Die Schmierstoffindustrie liefert entsprechende moderne Öle und Fette, die auf neuester Technologie mit hochraffinierten Mineral- und Synthetikölen basieren und bereits erprobt sind. Damit kann das beschriebene Effizienzpotenzial von Verbrauchern und Anwendern vergleichsweise einfach gehoben werden.