Wärmewende: Neue Perspektiven für die Ölheizung

Moderne Öl-Brennwerttechnik bietet rund 20 Millionen Menschen einen bezahlbaren Einstieg in die Energiewende.

Flüssige Brennstoffe bringen die Energiewende voran: Denn Öl-Brennwerttechnik ist hocheffizient, lässt sich ideal mit erneuerbaren Energien kombinieren und bietet durch den Einsatz neuer synthetischer Brennstoffe langfristig sogar eine klimaneutrale Perspektive.

20 Millionen Menschen in Deutschland heizen mit Öl, die meisten davon leben auf dem Land. Obwohl immer mehr auf hocheffiziente Öl-Brennwerttechnik setzen, besteht hier – wie bei anderen Heizungsarten – noch ein großes Modernisierungspotenzial. 

Für Hauseigentümer mit einer Ölheizung ist die Sanierung mit Öl-Brennwerttechnik meist der kostengünstigste Einstieg in die Energiewende: Die Treibhausgasemissionen sinken um bis zu 30 Prozent. Zudem ist eine Öl-Brennwertheizung idealer Partner für erneuerbare Energien wie zum Beispiel Solaranlagen. Und künftig könnten sie auch mit treibhausgasreduzierten und langfristig sogar treibhausgasneutralen Brennstoffen betrieben werden. 

Flüssige Brennstoffe lassen sich gut speichern und einfach transportieren. Um diese Vorteile dauerhaft weiter nutzen zu können, wird an der Entwicklung marktfähiger, innovatiber Brennstoffe gearbeitet, die das bisherige Heizöl langfristig ersetzen können. Wie aktuelle Studien zeigen, sind solche CO2-neutralen flüssigen Energieträger, sogenannte E-Fuels, ein Schlüssel für das Gelingen der Energiewende: Sie können ohne teure Umrüstungen in vorhandener Technik eingesetzt werden. 

Der Erfolg der Energiewende im Gebäudebereich hängt auch von den Menschen ab, die sie bezahlen müssen. Um den individuell unterschiedlichen Belangen der Hausbesitzer gerecht zu werden, sollte es ihnen freigestellt sein, wie sie die Energiesparziele erreichen. Verlässliche, technologieoffene Rahmenbedingungen und die Beibehaltung der staatlichen Förderung für alle effizienten Heiztechniken sind daher unverzichtbar.