Öl – ein vielseitiger Rohstoff

Öl steckt überall drin: Im Fahrzeugtank sowie in der Ölheizung, im Belag auf unseren Straßen, in Kosmetik und in Kunststoff, aber auch in Windkraftanlagen. Gleichzeitig wird Öl immer sparsamer eingesetzt. Um aber die Pariser Klimaziele von 2016 und den deutschen Klimaschutzplan 2050 erfolgreich umzusetzen, müssen sich alle Beteiligten – Wirtschaft, Gesellschaft und Politik – noch erheblich anstrengen, um wesentliche Veränderungen zu erreichen.

Die Mineralölwirtschaft Deutschlands – Industrie und Mittelstand – macht dabei mit. Im Fokus stehen dabei Effizienzsteigerung, Kombination von speicherbaren Ölerzeugnissen mit erneuerbaren Energien (Hybrid-Technik) und Kraftstoffe mit kleinerem oder gar keinem CO2-Fußabdruck.

Um die Vorteile eines flüssigen Energieträgers langfristig nutzen zu können, arbeiten die Unternehmen an Innovationen, etwa der Nutzung von erneuerbarem Wasserstoff im Raffinerieprozess und von Algen als Biokraftstoff.

Darüber hinaus werden verschiedene Ansätze zur Entwicklung neuer flüssiger Energieträger verfolgt: Perspektivisch können aus erneuerbarem Strom, Wasser und CO2 leicht transportable und beimischungsfähige Kraft- und Brennstoffe hergestellt werden, die über die gesamte Kette einschließlich der Herstellung und Nutzung vollständig klimaneutral sind. Ein zentraler Vorteil ist dabei die Möglichkeit, einen Großteil der bestehenden Antriebstechnologien und Infrastrukturen weiter nutzen zu können.

Woher stammt unsere Energie?

Die Grafik zeigt: Mineralöl ist mit einem Anteil von knapp 34 Prozent der wichtigste Energieträger in Deutschland. Mehr als 80 Prozent der eingesetzten Primärenergie stammen aus Öl, Kohle und Erdgas, gut 12 Prozent aus erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarstrom, Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse.

Im Jahr 2016 betrug der Primärenergieverbrauch Deutschlands 13.383 Petajoule (PJ), 1 PJ entspricht rund 278 Gigawattstunden. 

Primärenergie bezeichnet dabei die Energie, die aus ursprünglichen Quellen zur Verfügung steht, etwa aus Erdöl, Kohle, Sonne oder Wind. Durch Förderung, Transport und Verarbeitung wird daraus Endenergie erzeugt, die dann von Verbrauchern und Industrie genutzt werden kann, etwa als Strom, Benzin oder Heizöl.